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Hilfe - Meine Biotonne wurde nicht geleert!

Ihre Tonne ist stehen geblieben und wurde nicht geleert. Auf die Gründe haben wir Sie mit einem entsprechenden Aufkleber oder Anhänger aufmerksam gemacht.

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Aufkleber Falsch Befüllte Biotonne

Befinden sich in der Biotonne andere Abfälle wie Plastik, Kunststoffbeutel, Metalle oder Restmüll so stört das den nachfolgenden Recyclingprozess und hat Auswirkungen auf die Qualität des Endprodukts Kompost. Je reiner der getrennte Abfall ist, ums so besser sind die Verwertungsmöglichkeiten. Die gesetzlichen Anforderungen an die Qualität des Bioabfalls wurden noch einmal deutlich verschärft. Ab 2025 greifen nach der neuen Bioabfallverordnung strengere Grenzwerte für den Fremdstoffanteil im Bioabfall. Es kann nur Bioabfall verwertet werden, der die vorgegebenen Grenzwerte einhält. Ziel ist es, den Kunststoffeintrag in die Umwelt reduzieren. Niemand möchte Kunststoffpartikel im Kompost haben, der damit in den Boden eingetragen wird. Muss Bioabfall als Restmüll entsorgt werden, entfällt eine wichtige Ressource in der Kreislaufwirtschaft.

Was ist zu tun?

  • Sie können die Tonne nachsortieren und bei der nächsten regulären Leerung bereitstellen. Wenn sich in der Zwischenzeit zu viele Abfälle angesammelt haben, können Sie einen Beistellsack (nur mit A+B-Logo) kaufen und neben der Tonne mit dazu stellen. Die Beistellsäcke sind zum Beispiel im Kundenzentrum von A+B, den Wertstoffhöfen und Gemeindeverwaltungen erhältlich.
  • Ist eine Nachsortierung nicht zumutbar oder aus anderen Gründen nicht möglich, setzen Sie sich bitte mit dem Kundenzentrum in Verbindung.
  • In diesem Fall wird eine Nachleerung als Restmüll veranlasst, die zu gesonderten Konditionen erfolgt.
  • Bei wiederholten Fehlbefüllungen kann die Bio- oder Altpapiertonne von A+B durch eine entsprechend große Restmülltonne ersetzt werden.

Tipps und Infos

Der Peiner Kompost soll ein Qualitätsprodukt mit Gütesiegel bleiben und das kann nur gelingen, wenn die Biotonnen richtig befüllt werden und keine Fremdstoffe enthalten sind. Trotz umfassender Informationen zum Thema ist stellenweise nach wie vor ein hoher Eintrag an Fremdstoffen, gerade von Kunststoffbeuteln, im Bioabfall zu verzeichnen. Zukünftig sind im Landkreis Peine daher nur noch Papiertüten zur Sammlung von Bioabfällen im Haushalt, die anschließend über die Biotonne entsorgt werden, erlaubt. Tüten oder Beutel, die aus biologisch abbaubaren Materialien bestehen und Anteile von Kunststoffen enthalten, sind von der Entsorgung über die Biotonne ausgeschlossen. Dies gilt auch für nach DIN EN 14995 oder EN 13432 zertifizierte Kunststoffbeutel, die für die Sammlung von Bioabfällen verwendet werden. Die Abbauzeit der biologisch abbaubaren Kunststoffbeutel liegt deutlich über der Rottezeit in der Peiner Kompostanlage, sodass Biofolien-Müllbeutel hier nach Abschluss des Kompostierungsprozesses noch nicht vollständig abgebaut sind. Die Beutel zerfallen nicht vollständig und Fragmente sind im fertigen Kompost zu finden, die auf diesem Wege in die Umwelt gelangen. 

Die neue Regelung bedeutet für Haushalte, die gewohnheitsgemäß biologisch abbaubare Beutel mit Kunststoffanteilen zur Bioabfallsammlung in der Küche verwendet haben, zunächst eine Umstellung. A+B berät gerne, welche Alternativen es gibt. Zum Beispiel:

  • Einen kleinen Zwischensammelbehälter (z.B. ein Eimer mit Deckel) in der Küche (ohne Tüte oder Beutel) mit Bioabfällen füllen und nach der Umleerung in die Biotonne ausspülen.
  • Den Zwischensammelbehälter mit Zeitungspapier auslegen oder eine unbeschichtete Papiertüte verwenden. Diese sind auch im Handel als Bio-Kompostbeutel erhältlich.
  • Feuchte Bioabfälle in Küchen- oder Zeitungspapier einwickeln.

Scantec - DeepScan

Das eingesetzte System, Scantec Deepscan, überprüft jede Biotonne bereits vor der Entleerung. Nach einer längeren Testphase haben wir uns Aufgrund der Funktionalität für dieses System entschieden. Ziel des Ganzen ist es, die Qualität des Bioabfallstroms langfristig zu verbessern, die Recyclingquote zu erhöhen und den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Dies bedeutet, dass der gesammelte Bioabfall so rein wie möglich zur Weiterverwertung übergeben werden muss.

Dabei wird der Inhalt über die gesamte Höhe, Breite und Tiefe geprüft. Das System erkennt Fremdstoffe anhand ihrer elektrischen Leitfähigkeit. Das funktioniert besonders gut im Bioabfall, da organische Materialien nicht leitfähig sind.

Wird dabei ein festgelegter Grenzwert überschritten, löst das System automatisch einen Schüttungsstopp aus. Das heißt, die Tonne wird nicht geleert, um eine Verunreinigung des bereits im Fahrzeug enthaltenen Biostoffstroms zu verhindern. Bereits kleinere metallische Gegenstände, wie zum Beispiel Teelichter oder Joghurtdeckel, können, je nach Lage in der Tonne, vom System erkannt werden. Aber auch Aufkleber von Obst, Gegenstände mit metallischen Farben oder selbstreparierte Tonnen mit Draht können den Schüttungsstopp unter Umständen auslösen. Manchmal findet sich auch vergessenes Spielzeug, zum Beispiel kleine Metallautos in Laubhaufen wieder, die anschließend in der Tonne entsorgt werden.

Wichtig für Sie: Nicht entleerte Tonnen werden selbstverständlich nicht berechnet.

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